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Religiöse Bildung in der Kita

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Was bedeutet „religiöse Bildung“? Warum ist sie ein wichtiger Bestandteil der Arbeit in einer evangelischen Kita? Was macht die religiöse Bildung in evangelischen Kitas aus?

In einer Handreichung stellt der evKITA einen Orientierungsrahmen für die religiöse Bildung zur Verfügung. Darin finden interessierte Pädagog*innen, Pfarrer*innen oder auch Eltern einen Überblick, was religiöse Bildung in einer evangelischen Kita ausmachen kann und welche Gedanken ihr zugrunde liegen.

Kinder stellen Fragen und suchen nach Antworten. Dazu können Fragen wie: „Warum kann ich eigentlich Gott nicht hören?“ genauso gehören wie: „Warum bin ich auf der Welt?“.
Religiöse Bildung sollte bei den Erfahrungen der Kinder ansetzen. Sie greift auf, was Kinder erleben und fragen und begleitet sie bei der Suche nach Antworten. Dabei sollte die religiöse Bildung von den Kindern her gedacht werden und die Kinder in den Mittelpunkt stellen,“ betont Susanne Menzke, Pfarrerin und Referentin für Religionspädagogik beim evKITA.

In einer evangelischen Kita sollte die religiöse Bildungsarbeit Teil einer inklusiven, vorurteils­bewussten, kokonstruktiven und partizipativen Bildungsarbeit sein: Vielfalt wird als Chance gesehen - Diskriminierung wird entgegengewirkt. Die Handreichung bietet in diesem Sinne Orientierung bei Fragen nach christlicher Erziehung und interreligiöser Bildung in der Kita.

Die Handreichung soll auch zur Reflexion anregen: Orientieren wir uns an den Kindern, berücksichtigen wir implizite und explizite Religionspädagogik, was bedeutet Werteorientierung für uns? Wenn wir als Erwachsene die Kinder und ihre Erfahrungen, Bedürfnisse, Interessen und Fragestellungen ins Zentrum setzen, müssen wir auch immer wieder selbst eigene Erfahrungen und Fragen bearbeiten,“ so die Pfarrerin.

Das Thema Religionspädagogik ist aber nicht nur für die Kinder relevant: Eine Auseinandersetzung mit dem Thema religiöse Bildung kann einen wichtigen Beitrag zur Profilentwicklung in evangelischen Kitas leisten.

Auch im Zusammenspiel zwischen der Institution Kirche und einer evangelischen Kita kommt die religiöse Bildung ins Spiel. Susanne Menzke erläutert: „Es geht um eine Kirche, die die Kita als Ort begreift, an dem wertvolle Kontakte entstehen. Kirche wird in der Kita als eine Kirche erfahrbar, die die Interessen von Kindern und ihren Familien wahrnimmt und in wichtigen Situationen präsent ist.“

In der Handreichung wird ein Rahmen beschrieben, an dem sich Teams, Träger und Kirchengemeinden orientieren können und der von unterschiedlichen Kitas mit unterschiedlichen eigenen Schwerpunktsetzungen mit Leben gefüllt werden kann.


  

evKITA-Fortbildungen zum Thema „Religion und Glaube“ finden Sie hier:

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