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Kitas brauchen mehr Personal / Wertschätzung ernst nehmen – auch nach Corona

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(Nürnberg, 07.05.2021) Am 10. Mai ist Tag der Kinderbetreuung. Dieser Aktionstag wird von Eltern und Kindern aber auch anderen Akteuren genutzt, um den Mitarbeitenden in den Kitas ihre Wertschätzung zu zeigen.

Unser Dank gilt den Fachkräften, Kita-Leitungen und allen, die in den Kitas mitarbeiten!“, so Christiane Münderlein, Vorständin Bildung und Soziales beim Evangelischen KITA-Verband Bayern. Die Kita-Teams leisten derzeit Enormes: Flexibel auf immer neue Vorgaben reagieren, gut mit den Eltern kommunizieren und dabei immer die Kinder im Blick zu behalten – und die Gesundheit und eigene Belastungsgrenzen nicht aus den Augen verlieren. „In den Kitas zeigt sich ein großes Spannungsfeld zwischen den unterschiedlichen Bedürfnissen. Alle die das aushalten, haben große Hochachtung verdient!Das Hin und Her der letzten Monate hat auch das innovativste Kita-Team müde und mürbe gemacht. Daher sind wir sehr froh, dass sich die Lage durch die Impfpriorisierung der Erzieherinnen und Erzieher etwas entspannt.“ Wichtig seien nun noch verbindliche, kindgerechte Tests – wie z.B. Lollytest – für Kita-Kinder.

Durch die Corona-Krise ist die Bedeutung der Kindertagesbetreuung für die ganze Gesellschaft und unser Wirtschaftssystem deutlich geworden. „Aber wie im Gesundheitsbereich reichen Wertschätzung und Danksagungen nicht aus – so wichtig sie auch sein mögen. Wir brauchen in den Kitas bessere Arbeitsbedingungen“, so Münderlein.

Dafür bräuchte es, so die Vorständin, bessere Rahmenbedingungen: Mehr bzw. größere Räume, mehr Anerkennung und Bezahlung der Fachkräfte und vor allem mehr Personal. Denn die Arbeitssituation in den Kitas sei nicht nur durch die sich ständig verändernden Richtlinien, sondern auch durch den generellen Personalmangel extrem angespannt. „In einigen Fällen konnte während des Notbetriebs gezeigt werden, welche Lern- und Entwicklungschancen Kinder durch kleinere Gruppen und einen besseren Personalschlüssel nutzen können. Dies ist besonders auffällig bei Kindern, die aus weniger privilegierten Familien kommen. Solche Möglichkeiten für die Kinder wünschen wir uns auch nach der akuten Corona-Phase,“ so Münderlein.

Daher braucht es von allen Akteuren weiterhin viel Energie und Umsicht bei der Fachkräftegewinnung und -bindung. Dazu gehört der Ausbau von Studienplätzen, attraktive Ausbildungs- und Studienplätze und eine Ausbildungsunterstützung für Träger genauso wie gute Beratungs- und Unterstützungs- und Fortbildungsangebote für die Mitarbeitenden in den Kitas.

Aktuell vertritt der evKITA 800 Träger. Derzeit bieten evangelische Kitas bayernweit rund 92.000 Plätze in ca. 1.450 Einrichtungen an. Er vertritt die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern, das Diakonische Werk Bayern und seine Mitglieder in allen Fragen, die Tageseinrichtungen und Tagespflege für Kinder betreffen.

Die Pressemitteilung als pdf-Datei zum Download

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